Ableitende Inkontinenz

Ableitende Inkontinenz

Ein komplett unkontrollierter Harnverlust kann mit ableitenden Inkontinenzprodukten sicher versorgt werden. Wir führen im häuslichen Umfeld eine diskrete Beratung zu Einmal- und Dauerkathetern, Urinalkondomen, Pessaren und Irrigationen durch. Zusätzlich bieten wir eine Schulung und Umgang mit den Produkten als unseren Service an.
Wenn ableitende Hilfsmittel eingesetzt werden, haben funktionell-anatomische Hilfsmittel oder aufsaugende Materialien keine Entlastung geboten. Aufsaugende Materialien können eventuell nicht ausgereicht haben oder aus anderen Gründen nicht für den Patienten infrage kommen. Dann kann auf ableitende Hilfsmittel zurückgegriffen werden.
Dabei wird zwischen zwei Systemen unterschieden. Es gibt invasive Systeme, die in den Körper eingeführt werden. Nicht-invasive Systeme werden von außen am Körper getragen.

Welche ableitenden Hilfsmittel gibt es für Männer?

Für männliche Patienten besteht die Möglichkeit, ein Kondomurinal, eine externe Urinableitung, Urinflaschen sowie einen Katheter als ableitendes Hilfsmittel zu wählen.

Als nicht-invasives System kann ein Kondomurinal bei keinerlei Kontrolle über den Harndrang gewählt werden. Das Urinal besteht aus einem weichen Material, damit es sich leicht über den Penisschaft abrollen lässt. Am Ende befindet sich ein Schlauch, welcher den Harn in den Beutel ableitet. Das Urinal kann bis zu 48 Stunden getragen werden, vorausgesetzt der Patient kann seine Blase restharnfrei entleeren. Es kann selbst angelegt werden und wird vor allem bei mittlerer bis schwerer Inkontinenz verwendet.

Eine externe Urinableitung wird verwendet, wenn bei dem Patienten kein Urinal angelegt werden kann. Eine hautfreundliche Platte wird mit einem Urinbeutel im Bereich der Peniswurzel angebracht. Der Urinbeutel ist eine Überleitung zu einem Beinbeutel, die Urinableitung wird bei mittlerer bis schwerer Inkontinenz

Urinflaschen werden eingesetzt, wenn der Weg zur Toilette oder zu einem Hilfsmittel wie z.B. einem Toilettenstuhl, als schwierig eingestuft wird. Das Entleeren der Blase erfolgt selbstständig und kann im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden.

Für unterwegs gibt es ein sogenannter Uribag. Darunter versteht man eine mobile Urinflasche für Autofahrten und Reisen. Die Flasche lässt sich einfach zusammenfalten, der Deckel verschließt die Flasche sicher. Die Aufnahmefähigkeit beläuft sich auf ca. 1,2 Liter Flüssigkeit.

Welche ableitenden Hilfsmittel gibt es für Frauen?

Weibliche Patienten können mit einer Pibella, einem Urinkollektor oder einem Urinschiffchen versorgt werden.

Eine Pibella wird bei bettlägerigen Patientinnen angewendet. An dem Urinbeutel befindet sich ein Rohr, welches mit dem Beutel verbunden ist. Der Harnausgang wird durch die kleine und anatomisch geformte Öffnung direkt umschlossen. Die Pibella kann durch die Patientin selbstständig ansetzen und anschließend die Blase leeren. Dieses Hilfsmittel kann mehrfach verwendet werden, wenn es sorgfältig gereinigt wird.

Für eine kurzzeitige Anwendung eignet sich ein Urinkollektor. Das Anbringen des Kollektors ist schwierig, dies sollte eine Betreuungsperson übernehmen.  Ein Urinkollektor wird meistens bei Reflexinkontinenz angewendet.

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